Beethoven im Robert-Schumann-Haus Zwickau

Als Startschuss ins Beethoven-Jahr 2020 laden private Gastgeber, Institutionen und Kirchen zu Veranstaltungen rund um Beethoven zu der deutschlandweiten Aktion „Beethoven bei uns“ durch die Beethoven Jubiläumsgesellschaft Bonn ein. Am Samstag dem 14.Dezember 2019 um 15 Uhr findet zu diesem Anlass ein Konzert mit der russischen Pianistin Marianna Storozhenko im Robert-Schumann-Haus Zwickau statt.

Bei Arkadi Zenziper studierte die junge Pianistin, die sich erstmals dem Zwickauer Publikum vorstellt, seit 2014 an der Musikhochschule Dresden und schloss ihr Meisterklassenstudium 2018 ab. Storozhenko ist Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe und tritt in den USA, Kanada, China und Italien auf. Auf ihrem Programm stehen die Sonate Es-Du op. 27/1 von Ludwig van Beethoven, die Variationen über ein Thema von Corelli op. 42 von Sergej Rachmaninov und die Sonate h-Moll op. 58 von Frédéric Chopin.

Der 30-jährige Beethoven resümierte im Jahr 1801, er sei mit seinen „bisherigen Arbeiten nicht zufrieden“. Diese Unzufriedenheit mit seinem eigenen Werk und der direkten Wende hin zu einem radikalen Schnitt mit musikalischen Gewohnheiten und Gepflogenheiten führten zur neuen Sonatenform jenseits der „tönend bewegten Form“ klassischer Gattung. Folgerichtig nannte Beethoven die beiden Sonaten aus Opus 27 Sonata quasi una fantasia, weil sie sich der strengen Sonatenform entzieht. Dabei steht die Sonate op. 27/1 immer im Schatten ihrer weitaus bekannteren Schwester in cis-moll, der sogenannten Mondscheinsonate.

La Follia“- Eine vermutlich aus dem iberischen Raum stammende Melodie, die zahlreiche Komponisten, u.a. Händel und Vivaldi, zu Variationen anregte liegt ein Ohrwurm des 17.Jahrhunderts der Violinsonate Arcangelo Corellis (1653-1713) zugrunde. Von der Violinsonate war Rachmaninov derartig beeindruckt, dass er sie in seinem typischen hochvirtuosen Personalstil zu einem Klavierwerk umarbeitete. Romantisch wird das Konzert beendet: mit Chopins Sonate op. 58, der der Komponist selbst den Beinamen Konzert ohne Orchester gab, seine dritte und letzte Klaviersonate.

Der Eintritt zum Konzert ist frei.

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