Zahl von Berufspendlern unvermindert hoch

34.796 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte aus dem Arbeitsagenturbezirk Zwickau mussten 2017 zum Arbeiten pendeln. 2004 waren es 29.734. Dies geht aus der Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann hervor. Allein nach Bayern pendelten letztes Jahr 2.126 Beschäftigte aus dem Arbeitsagenturbezirk Zwickau. Umgekehrt kamen 31.263 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2017 zum Arbeiten in die Region Zwickau. Auch deren Zahl hat sich über die Jahre erhöht. 2004 waren es noch 25.018 gewesen. Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der LINKEN erklärt dazu: „Die hohe Zahl von Pendlern entlastet immer noch den Arbeitsmarkt der Zwickauer Region und ist Ausdruck von zu wenig guter Arbeit und niedrigen Löhnen. Das Entstehen von guter und existenzsichernder Arbeit ist für den Landkreis Zwickau von enormer Bedeutung. Dies darf die sächsische Landesregierung, aber natürlich auch die Wirtschaftsförderung des Landkreises Zwickau nicht aus den Augen verlieren. So lange es nicht ausreichend gute Arbeit in der Region gibt, werden die Menschen dieser hinterherziehen“. Für das Familienleben sei dies eine große Belastung. Der Preis der erhöhten Mobilität sei zunehmender Stress, insbesondere bei den so genannten Fernpendlern, bis hin zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen. An die Arbeitgeber aoppelliert Zimmermann, Arbeitszeitmodelle zu finden, die den Beschäftigten Flexibilität einräumen und dem Pendelstress entgegen wirken.