WHZ: Grüne kritisieren prekäre Arbeitsverhältnisse

whzFast 98 Prozent der Mitarbeiter an der Westsächsischen Hochschule sind befristet beschäftigt, ein Drittel davon mit extrem kurzen Vertragslaufzeiten unter sechs Monaten, kritisiert Claudia Maicher, hochschulpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN am Montag nach ihren Gesprächen in Zwickau. „Wissenschaft lebt von neuen Ideen und Dynamik, aber diese Entwicklung ist alarmierend. Hier wird Unsicherheit und fehlende Perspektive zur Regel und der ‚Traumjob Wissenschaft‘ zum Albtraum. Man muss die Nachwuchs-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler für ihre Leidensfähigkeit bewundern, ein Erfolgsrezept für die Zukunft ist das nicht.“ Nach den Vorstellungen der Grünen soll es für Hochschulen wie die WHZ die Möglichkeit geben Drittmittel in Pools zusammenzuführen. So würden langfristige Arbeitsverhältnisse auch dann sichergestellt, wenn es eine zeitliche Lücke zwischen einzelnen Projekten gibt. Die Laufzeit von Arbeitsverträgen in Drittmittelprojekten müsse der Laufzeit von Projekten entsprechen. Eine themenfreie Forschung jenseits von Auftragsforschung sollte auch an Fachhochschulen möglich sein.