Tarifkonflikt bei der SBG in Neumark eskaliert weiter

Auch die vierte Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt bei der Sächsisch-Bayrischen Starkstrom-Gerätebau GmbH in Neumark hat nicht zum erhofften Durchbruch geführt. Da sich die Geschäftsführung nach wie vor weigere eine Entwicklung der Grundentgelte sicherzustellen, die im Gesamtvolumen der Entwicklung der Flächentarifverträge entspricht, ruft die IG Metall für heute erneut zu Warnstreiks auf. Die Frühschicht wird ab 9 Uhr, die Spätschicht ab 14 Uhr ihre Arbeit niederlegen. Von 9 Uhr bis ca. 10 Uhr sowie von 14 Uhr bis 15 Uhr und gegen 17 Uhr sind Kundgebungen vor dem Werkstor geplant. Danach treffen sich die Kolleginnen und Kollegen zum gemeinsamen Austausch über die Situation und diskutieren die nächsten Schritte. Die Gewerkschaft fordert die Geschäftsführung der SBG auf, ihre Blockadehaltung zu beenden und ein annehmbares Angebot vorzulegen. Gemäß ersten Berechnungen der IG Metall würden die Beschäftigten je nach Entgeltgruppe über die gesamte Laufzeit im Grundentgelt zwischen 1.300 bis 2.100 € weniger verdienen, als ihre Kolleginnen und Kollegen in der Fläche. Zudem sei das leicht verbesserte Angebot durch neue Gegenforderungen wieder deutlich relativiert worden. Das durchschnittliche Leistungsentgelt soll für die gewerblichen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abgesenkt werden. Außerdem soll die Entgeltsicherung für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gestrichen werden, moniert Gewerkschaftssekretär Florian Hartmann.