Polnische Autoschieberbande hinter Schloss und Riegel

Wegen Verdachts des schweren Bandendiebstahls ermittelt die Soko Kfz des Landeskriminalamtes im Auftrag der Staatsanwaltschaft Zwickau seit Ende 2017 gegen eine polnische Tätergruppe. Der Bande wird vorgeworfen, Fahrzeuge der Marke Audi in Deutschland entwendet zu haben und sie anschließend über verschiedene Routen nach Polen zu bringen. Der Hauptverdächtige, ein 28-jähriger Pole, wurde seit Juni mit internationalem Haftbefehl gesucht. Vergangenen Donnerstag konnte der Mann in Bayern festgenommen werden. Das Fahrzeug, mit dem der Verdächtige gemeinsam mit drei anderen Begleitern unterwegs war, wurde beschlagnahmt und durchsucht. Dabei fand die Polizei Kfz-Öffnungs- und Inbetriebnahmetools, mehrere Mobiltelefone und mobile Navigationsgeräte, diverse SIM-Karten eines polnischen Mobilfunkanbieters, ein USB-Stick mit Daten sowie Bargeld in Höhe von 4 200 Zloty (etwa 965 Euro). Gegen den Hauptverdächtigen wurde der internationale Haftbefehl vollstreckt. Seine drei Mitfahrer (30, 31 und 45 Jahre), ebenfalls polnische Staatsbürger, wurden vorläufig festgenommen. Sie stehen im Verdacht, sich zur Begehung eines Verbrechens des schweren Bandendiebstahls verabredet und mit dem Hauptverdächtigen gemeinsame Sache gemacht zu haben. Am 7. Juli wurde durch das Amtsgericht Zwickau gegen alle drei Haftbefehl erlassen und U-Haft angeordnet.