JVA-Neubau muss neu ausgeschrieben werden

Weiterer Rückschlag für die geplante Justizvollzugsanstalt in Zwickau: Für das gemeinsame Neubauprojekt der Freistaaten Sachsen und Thüringen kann noch immer kein Zuschlag erteilt werden. Das gab das Sächsische Finanzministerium bekannt Die Ausschreibungen für die Hauptbaumaßnahme seien bisher auf die Übernahme der Aufgabe durch einen Generalunternehmer ausgerichtet gewesen. Ein Zuschlag konnte nicht erfolgen, da kein wirtschaftlich vertretbares Angebot vorgelegen habe. Aktuell wird ein zweites Vergabeverfahren vorbereitet, das durch eine Aufteilung in Teillose einen größeren Bieterkreis erschließen und damit angemessene Angebotspreise sicherstellen soll. Durch die erforderlichen Umplanungen und die Neuausschreibung der Bauleistungen sei eine Verzögerung nicht zu vermeiden. Um diese möglichst gering zu halten, prüft die Projektleitung, welche Leistungen aus der Gesamtmaßnahme vorgezogen und unabhängig vom Ausgang des zweiten Vergabeverfahrens separat ausgeschrieben werden können. Die im März begonnene äußere Erschließung soll Ende Juli beendet sein. Nach Angaben des Ministeriums ist die Baufeldfreimachung abgeschlossen, alle Gebäude sind abgebrochen und die zu bebauenden Flächen altlastenfrei. Der denkmalgeschützte Wasserturm soll abgebaut, zwischengelagert und später einem neuen Eigentümer überlassen werden.