HBK-Beschäftigte kämpfen weiter für mehr Personal und Tariflohn

Beschäftigte im Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau sind aufgerufen sich für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. Dazu findet am Donnerstag von 12.00 bis 16.30 Uhr eine Aktion der Gewerkschaft ver.di statt. Hintergrund sind Personalmangel sowie eine nach Auffassung der Gewerkschaft ungerechte Bezahlung im Haus. Schon im Februar sind viele Beschäftigte im Interesse der Patientinnen und Patienten sowie der eigenen Gesundheit spontan an die Öffentlichkeit gegangen. Die Äußerung der Geschäftsführung im HBK, dass Beschäftigte auf Grund von individuellem Empfinden Belastungs- bzw. Gefährdungsanzeigen schreiben, habe zu weiteren Unmut bei den Betroffenen geführt, so Gewerkssekretärin Simone Bovensiepen. Tatsache sei, dass Beschäftigte nicht nach Gefühltem sondern bei übermäßiger Arbeitsbelastung sowie bei Personalausfällen das gesetzlich vorgeschriebene Instrument der Gefährdungsanzeige nutzen. „Abhilfe hat in der Vergangenheit sporadisch durch Verschiebung von Personal stattgefunden. Der Effekt dabei ist, Löcher werden gestopft indem neue Löcher aufgetan werden. Bereitschaftsdienstzeiten werden zweckentfremdet, Einspringen aus der Freizeit und Nachtschichten auf der Station ohne personelle Unterstützung sind weiter Alltag im Krankenhaus“. Erschwerend komme hinzu, dass im Krankenhaus unterschiedliche Gehälter für die gleiche Tätigkeit gezahlt werden. Die Folge sind monatliche Gehaltsdifferenzen zum Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes von 420 bis zu 550 EUR. „Das Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau, ein sogenannter Maximalversorger, sollte bei Personalbemessung und Bezahlung Vorbild sein“, so die Forderung von Bovensiepen.