Gewerkschaft zieht positive Mindestlohnbilanz

Mindestlohn - ein JahrEin Jahr nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohns hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten für den Landkreis Zwickau eine positive Bilanz gezogen. Statt Servicekräfte oder Küchenpersona lzu entlassen, haben Hotels, Pensionen, Restaurants und Gaststätten neue Kräfte eingestellt. Das geht aus einer Analyse hervor, die das Pestel-Institut (Hannover) im Auftrag der Gewerkschaft erstellte. Insgesamt arbeiteten dort im Juni vergangenen Jahres rund 2.850 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte – und damit zwei Prozent mehr als noch im Vergleichsmonat des Vorjahres, als es den gesetzlichen Mindestlohn noch nicht gab. Nach Angaben der NGG Dresden-Chemnitz hat der Mindestlohn zudem dazu geführt, dass etliche Arbeitgeber aus Mini-Jobs reguläre Stellen gemacht haben, nicht nur in der Gastro-Branche. Gleichzeitig nahm die Arbeitslosigkeit ab: Im letzten Dezember waren rund 11.000 Menschen im Landkreis Zwickau ohne Beschäftigung – 8,8 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. Auch die Gesamtbeschäftigtenzahl habe sich mit dem gesetzlichen Mindestlohn positiv entwickelt: Im Sommer 2015 gab es im Kreis 1.544 Menschen mehr, die einen Job hatten, als noch im Sommer des Vorjahres. Die Zahl der Hartz IV-Aufstocker ist ebenfalls deutlich zurück gegangen.