Gewerkschaft warnt vor „Spardiktat“ bei Unilever Auerbach
Der Übernahme-Poker um Unilever geht weiter. Im Auerbacher Werk des Konzerns könnten deshalb bis zu 180 Arbeitsplätze gefährdet sein. Davor hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten gewarnt. Mit neuen Sparmaßnahmen wolle Unilever seine Bilanz für internationale Investoren „aufpolieren“. Eine Gewinnmaximierung auf dem Rücken der Beschäftigten werde gegen den Willen von Betriebsrat und Gewerkschaft jedoch nicht zu machen sein, sagt Volkmar Heinrich von der NGG Dresden-Chemnitz. Nach Informationen des Vorsitzenden des Konzernbetriebsrates, Hermann Soggeberg, will das Unternehmen die Lohnkosten aller seiner bundesdeutschen Produktionsstandorte drastisch senken. „In Auerbach steht sogar das ganze Werk auf dem Prüfstand. Die Sorge unter den Beschäftigten ist groß“, so Soggeberg. Darüber hinaus drohten deutliche Verschlechterungen bei den Sozialleistungen. Der Konzern wolle den vereinbarten Sozialkatalog, der unter anderem Zahlungen im Krankheitsfall vorsehe, kündigen. Im vogtländischen Auerbach stellt das niederländisch-britische Unternehmen Instant-Suppen der Marken Knorr und Pfanni her.
