„Demokratie darf nicht hinter dem Werktor enden“

„Zur Bewältigung der Herausforderungen der Fachkräftesicherung bedarf es eines grundsätzlichen Kulturwandels in den Unternehmen“ stellte Staatssekretär Stefan Brangs am Montag auf der zweiten vogtländischen Mitbestimmungskonferenz fest. Der SPD-Politiker unterstrich, dass betriebliche Mitbestimmung wichtig für gute Arbeit und die Leistungs- und Zukunftsfähigkeit der Unternehmen in Sachsen ist und stärker unterstützt werden muss. Über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, vorwiegend Betriebsräte aus Betrieben der vogtländischen Metall-/Elektro- und Textilindustrie sowie Gäste aus Politik und Verwaltung diskutierten im Landratsamt Plauen über Fachkräftesicherung und betriebliche Mitbestimmung. Eingeladen hatte das IMU-Institut Berlin zusammen mit dem DGB Südwestsachsen und der IG Metall Zwickau. Regionen wie das Vogtland sind vom gegenwärtigen Fachkräftemangel besonders stark betroffen. Daher seien neue strukturpolitische Ansätze und eine höhere Wertschätzung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch angemessene Löhne und gute Arbeitsbedingungen notwendig. Zudem wurde eine engere Zusammenarbeit zwischen Betriebsräten und Vertretern aus Politik und Verwaltung angemahnt, um die Zukunftsfähigkeit des Vogtlandes zu gewährleisten.