3. Sinfoniekonzert in der Neuen Welt

Unter dem Titel „Melodie und Gedanke“ bietet das Philharmonische Orchester Plauen-Zwickau unter der Leitung von GMD Lutz de Veer am Donnerstag in der Neuen Welt eine feinsinnige Zusammenstellung verschiedener Glanzstücke der ungarischen Musiklandschaft dar. Zum 300. Geburtstag von Albrecht Dürer komponierte György Ligeti 1971 das einsätzige Orchesterwerk „Melodien“. Ohne einen traditionellen Bezug zu verkennen, wird der Begriff „Melodie“ als konzeptionelles Abstrakt behandelt, in welchem sie sich sowohl tonsetzerisch gleichzeitig behaupten als auch akustisch vor dem Hintergrund gewollter Klangflächen negieren. Franz Liszts Klavierkonzert Nr. 2 in A-Dur ist eine radikale Abkehr von Tradition und Virtuosentum. Die Komposition löst sich von den schematischen Dogmen der Zeit, etabliert rhapsodische Gedankenspiele und stellt für das sinfonische Genre einen wahren Höhepunkt der Romantik dar. Die Singspielbearbeitung Háry János Suite (1927) erzählt in sechs Sätzen, wie der ungarischer Volksheld Háry János Napoleon Bonaparte bezwingt. – Solist am Flügel ist Prof. Andreas Pistorius (Bild). Eine halbe Stunde vor Beginn des Konzertes findet um 19 Uhr eine Einführung statt.