Welt-AIDS-Tag: Noch kein Anlass für Entwarnung

Anlässlich des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember hat das Robert-Koch-Institut die Lage als relativ konstant bezeichnet. Die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland und bei Menschen deutscher Herkunft, die sich 2016 im Ausland mit HIV infiziert haben, wird auf 3.100 geschätzt. Die geschätzte Zahl der HIV-Infektionen bei Männern, die Sex mit Männern haben, sei in den letzten Jahren zurückgegangen. Dagegen würden die HIV-Neuinfektionen, die in Deutschland auf heterosexuellem Wege übertragen wurden, allmählich zunehmen. Die geschätzte Zahl der HIV-Neuinfektionen in Sachsen im Jahr 2016 gibt das Institut mit 170 an, 145 HIV-Erstdiagnosen wurden im vergangenen Jahr im Freistaat gestellt. Viele Infizierte blieben aber zu lange unentdeckt: Bei den Neudiagnosen werden zirka 30 Prozent erst sehr spät, das heißt bei fortgeschrittenem Immundefekt oder im Stadium AIDS gestellt. „Auch wenn AIDS oft kein Todesurteil mehr ist, wir müssen die gefährliche Krankheit weiter bekämpfen und im öffentlichen Bewusstsein halten. Deshalb setzen wir auf Prävention, Diagnostik und Therapie“, betont die sächsische Gesundheitsministerin Barbara Klepsch.