Sachsen erhöht Impfquoten gegen Masern

Die Sächsische Impfkommission hat die Empfehlung zur zweiten Masern-Mumps-Röteln-Impfung geändert. Hintergrund sind die vermehrten Masernausbüche, vor allem im Jahre 2015. Demzufolge wird die zweite Masern-Mumps-Röteln-Impfung zukünftig um den 4. Geburtstag, frühestens zur Vorsorgeuntersuchung U8, empfohlen und nicht mehr wie bisher zur U9. „Nur so erreichen wir mehr Kinder und damit bald auch höhere Impfquoten bei Schulanfängern“, sind der Vorsitzende der Sächsischen Impfkommission Dr. Dietmar Beier und Gesundheitsministerin Barbara Klepsch überzeugt. Aber auch die Verbesserung der Quoten der ersten Masern-Mumps-Röteln-Impfung ist nach wie vor im Fokus des Ministeriums. „Unsere Online-Umfrage zum Thema Impfen hat gezeigt, dass wir gerade bei jungen Müttern mit gezielter Aufklärungsarbeit ansetzen müssen. Viele verkennen die Schwere und die möglichen Komplikationen der sogenannten Kinderkrankheiten – auch weil sie sie nie erlebt haben“, so Klepsch. Erklärtes Ziel im Nationalen Aktionsplan ist die Elimination der Masern in Deutschland bis 2020.