Radioaktivitätsuntersuchung aus der Luft

Mit zwei Hubschraubern führen das Bundesamt für Strahlenschutz und die Bundespolizei vom 7. bis 9. Oktober in Sachsen und Thüringen Messungen zur Ermittlung der Umweltradioaktivität durch. Überflogen und radiologisch kartiert wird unter anderem auch der Raum Seelingstädt und Zwickau. Ziel ist es, den Fortschritt der Sanierung ehemaliger Uran-Abraumhalden zu dokumentieren. BfS und BPOL haben diese Gebiete bereits bei früheren Übungen in den Jahren 1997, 2003 und 2010 untersucht. Die Hubschrauber werden jeweils zwischen 9 und 18 Uhr unterwegs sein. Aus messtechnischen Gründen beträgt die Flughöhe etwa 100 Meter. Die Radioaktivitätsmessung aus der Luft, die sogenannte Aero-Gammaspektrometrie, ermöglicht, große oder schwer zugängliche Gebiete innerhalb kurzer Zeit auf ihre radioaktive Belastung hin zu untersuchen. Nach einem kerntechnischen Unfall bilden Messdaten aus dem Hubschrauber zum Beispiel eine wichtige Grundlage, auf der die Katastrophenschutzbehörden der Bundesländer über die erforderlichen Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung entscheiden können.