Landkreis braucht 1.640 Flüchtlingswohnungen

SchluesselfertigFür die Flüchtlinge, die in diesem Jahr kommen, werden im Landkreis Zwickau rund 1.640 Wohnungen zusätzlich gebraucht. Das geht aus einer Analyse des Pestel-Institutes hervor. Es sei notwendig, in erster Linie das Sanieren von leerstehenden Wohnungen zu forcieren. Aber auch beim Neubau müsse mehr getan werden. Im Schnitt wurden in den vergangenen Jahren im Landkreis lediglich rund 330 Wohnungen pro Jahr fertiggestellt. Daher warnt das Institut vor einem „Weiter so“. Bleibe es bei dem starken Zuzug, müsse sich der Kreis Zwickau auch in den kommenden Jahren darauf einstellen, dass noch mehr Wohnungen gebraucht werden, so Institutsleiter Matthias Günther. Das Fehlen von bezahlbaren Wohnungen, vor allem Sozialwohnungen, sei eine große Mangelerscheinung in der Region. An die Adresse der heimischen Bundestagsabgeordneten gerichtet, fügt der Wissenschaftler hinzu: „Es muss dringend etwas passieren. Andernfalls droht eine Wohnungskrise, die das Potenzial hat, an vielen Orten zu erheblichen sozialen Spannungen zu führen.“