Ein Däne wird 200

Der dänische Komponist Niels Wilhelm Gade kam 1843 nach Leipzig und schloss schnell Duz-Freundschaft mit Robert Schumann. Dessen Frau Clara Schumann kannte ihn bereits von ihrem Konzertaufenthalt in Kopenhagen im Vorjahr. Die kleine Ausstellung, die anlässlich des Schumannfestes vom 2. Juni bis 17. September im Geburtshaus des Komponisten zu sehen ist, dokumentiert diese internationale Künstlerfreundschaft. Ein besonders berührendes Dokument ist ein Testament Schumanns aus dem Jahr 1851: In diesem überträgt er Gade die Entscheidung, was an Kompositionen aus seinem Nachlass zu veröffentlichen sei. Auch die Partituren von drei Sinfonien Gades aus Schumanns Notenbibliothek werden ausgestellt. Die Vernissage zur Ausstellung (Eintritt frei) findet am Freitag um 18.30 statt, eine Stunde vor dem Konzert des italienischen Klaviervirtuosen Fabrizio Soprano mit Werken von Schumann, Liszt und Rossini.