Planung für JVA-Neubau abgeschlossen

Für die Neubau der Justizvollzugsanstalt in Zwickau ist die Planungsphase abgeschlossen. Die Baukommission für das Gemeinschaftsprojekt der Freistaaten Sachsen und Thüringen empfahl den zuständigen Ressorts der beiden Bundesländer, die Planung mit Gesamtbaukosten von 171,5 Millionen Euro haushaltsseitig zu genehmigen. Dem Neubau liegt das planerische Konzept von Funktionsbändern zugrunde. Damit soll die Anstalt eine klare und damit wirtschaftliche Gliederung erhalten, welche bestmögliche Bedingungen für den Strafvollzug biete. Das erste Band unmittelbar hinter der nördlichen Mauer beinhaltet Arbeitsbetriebe und eine Gärtnerei. Im mittleren Teil der Haftanstalt wechseln sich die einzelnen Hafthäuser mit Freistundenbereichen und Grünflächen ab, die zusammen den eigentlichen Haftbereich bilden. Südlich wird dieser von einem „grünen“ Band flankiert, welches unterschiedliche Aufenthalts- und Erschließungsfunktionen übernimmt. Die Grünflächen sollen von den Inhaftierten selbst gepflegt werden. Den südlichen Abschluss der JVA bildet ein multifunktionales Band. Neben Sporteinrichtungen sollen hier unter anderem Schul- und Kirchenräume, ein kleiner Laden, eine Kantine, die Verwaltung und nicht zuletzt der Besucherbereich untergebracht werden. Der Baubeginn der Mauer und der Gebäude ist für Mitte 2018 vorgesehen. Die Vollinbetriebnahme der Justizvollzugsanstalt wird im Jahre 2020 erwartet.

Visualisierung: Frick Krüger Nusser Plan2 GmbH