Restkreditversicherungen: Teuer und nicht verbrauchergerecht

Verbraucherzentrale_Geld2014Fehlender Wettbewerb, veränderte Produktgestaltung und schlechte Beratung gehen bei Kreditversicherungen zu Lasten von Verbrauchern. Zu diesem Ergebnis kommen die Verbraucherzentralen Sachsen und Hessen bei einer gemeinsamen Untersuchung zum Vertrieb von Restkreditversicherungen bei Ratenkrediten. Restkreditversicherungen sollen die Rückzahlung der Raten zum Beispiel im Fall des Todes absichern, damit diese nicht die Erben belasten. Jährlich werden ca. 300.000 neue Verträge abgeschlossen. Insgesamt existieren rund 1,5 Millionen Policen mit einer Gesamtversicherungssumme von mehr als 10 Milliarden Euro. Die Verbraucherzentralen Sachsen und Hessen haben über ein halbes Jahr die Vertriebspraxis von Versicherungsverträgen bei Ratenkrediten untersucht und ausgewertet. „Das Ergebnis ist ernüchternd“, so Andrea Heyer, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Sachsen. „Es fehlt aus Verbrauchersicht an Wettbewerb in diesem Marktsegment. Dies hat ungünstige Auswirkungen auf die Kreditnehmer. Diese spiegeln sich unter anderem im Preis und in der Vertragsgestaltung wider. So fand in den letzten Jahren eine Entwicklung hin zu Gruppenversicherungsverträgen und Mindestlaufzeiten statt.“ Der Bericht ist auf www.verbraucher.de/restkreditversicherungen-bericht-2015 veröffentlicht.