Positive Bilanz nach 100 Tagen Mindestlohn

Mindestlohnkelle_HIGH100 Tage nach Einführung des Mindestlohns hat der DGB Südwestsachsen eine positive Bilanz gezogen. Negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt seien nicht zu erkennen. Laut Regionsgeschäftsführer Ralf Hron habe sich das Einkommen von über 100.000 Personen spürbar gesteigert. „Das sind sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte, die in der Vergangenheit unter 1.485 Euro brutto verdient haben und mehr als 20.000 Teilzeitbeschäftigte und Minijobber. Außerdem sei die Aufzeichnungspflicht von Arbeitszeiten in bestimmten Branchen kein Wirtschaftshemmnis. Auch den befürchteten Stellenabbau habe es nicht gegeben. Dennoch sei das Unrechtsbewusstsein einiger Arbeitgeber erschreckend niedrig. Die Gewerkschaften schätzen jedoch ein, dass die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns von der großen Masse der Arbeitgeber eingehalten werde. Umso dringender seien jetzt effektive Kontrollen des Zolls, um schwarze Schafe auszusortieren und gleiche Bedingungen für alle herzustellen.