Tarifverhandlungen ergebnislos beendet

Auch die zweite Tarifverhandlung für die Metall- und Elektroindustrie in Radebeul endete ohne ein Ergebnis. Laut IG Metall seien die Arbeitgeber trotz akutem Handlungsdruch dabei geblieben, älteren Arbeitnehmern einen fairen Ausstieg aus dem Erwerbsleben zu verbauen. Der bisherige Anspruch auf Altersteilzeit soll von bisher vier auf zwei Prozent aller Beschäftigten halbiert werden. Auch bei der neuen Bildungsteilzeit würden die Arbeitgeber auf Konfrontation setzen und qualifizierte Weiterbildung mit tariflichen Ansprüchen auf Geld und Zeit ablehnen. IG Metall-Bezirksleiter Olivier Höbel rügte, angesichts der umfangreichen Warnstreiks, die Ignoranz der Arbeitgeber gegenüber ihren eigenen Beschäftigten. „Die Arbeitgeber haben lediglich ihre bereits bekannten Positionen wiederholt. Diese starre Verweigerungshaltung ist unverständlich und unvernünftig. Sie ignorieren damit die berechtigten Interessen der Beschäftigten“. Die Gewerkschaft fordert 5,5 Prozent höhere Einkommen für die Dauer von zwölf Monaten, verbesserte und flexible Altersübergänge und einen Anspruch auf Bildungsteilzeit. In der kommenden Woche soll es weitere Warnstreiks in Sachsen, Berlin und Brandenburg geben. – Foto: Ralph Köhler