Falschinformationen und unsinnige Kettenbriefe

In Sachsen kursiert derzeit ein Info-Blatt, in dem die Polizei angeblich vor einer neuen kriminellen Masche warnt. Darin heißt es, dass in Damenhandschuhen, die z.B. als Werbegeschenk auf den Weihnachtsmärkten verteilt wurden, Nadeln eingearbeitet seien. Diese sollen durch minimale und kaum spürbare Einstiche beim Anziehen eine Droge freisetzen, welche das Opfer betäubte. Dieses sei im Anschluss der Gefahr ausgesetzt, Opfer von strafbaren Handlungen wie Raub oder Gewaltstraftaten zu werden, da die Täter das Opfer beobachten und die Ohnmacht entsprechend ausnutzen würden. Die Zentralstelle für Prävention beim Landeskriminalamt weist jedoch darauf hin, dass dieses Infoblatt nicht von der Polizei herausgegeben! Es lägen lauch keine Erkenntnisse zu solchen Sachverhalten vor. Ein weiteres Thema sind Kettenbriefe, die über Messenger-Dienste verteilt werden. Darin werden die Empfänger aufgefordert den Inhalt unbedingt weiterzuverbreiten, da sonst schlimmste Konsequenzen drohen. Es ist von Verfolgung, Folter, Misshandlung und Mord die Rede, welcher sich nicht nur auf den Adressaten beschränkt, sondern auch auf dessen Familie, weitere Angehörige und Freunde. Eine Auswertung des Landeskriminalamtes ergab, dass es 2014 in Sachsen mehr als ein Dutzend solcher angezeigte Fälle gab. Darüber hinaus muss von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden. Gerade Kinder sind empfänglich für derartige Manipulationen und sollten von Eltern, Lehrern und Erziehern über den Unsinn und die mögliche psychische Belastung für Empfänger solcher Nachrichten aufgeklärt werden.