Warnung vor neuer Phishing-Masche

Seit Monaten ein Dauergast in vielen E-Mail-Fächern und ein Dauerbrenner-Thema in Beratungseinrichtungen der Verbraucherzentrale sind die verschiedensten Arten von Spam- und Phishing-E-Mails. Neben angeblichen Rechnungen für nie bestellte Produkte mit gefährlicher Schadsoftware im E-Mail-Anhang landen wieder vermehrt Nachrichten im digitalen Postfach, die die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Missbrauch und Abzocke im Internet ausnutzen. So wird von den Absendern vorgegeben, dass z. B. das Amazon-Kundenkonto für eine betrügerische Bestellung benutzt wurde oder das Online-Bankkonto im Rahmen einer Anti-Betrugsinitiative mit einem neuen Sicherheitssystem ausgestattet werden soll. Der E-Mail-Empfänger soll dann auf einen Link klicken, um Maßnahmen gegen den Betrug zu unternehmen. „Genau das sollte man aber nicht tun, denn es ist davon auszugehen, dass dann der Betrug erst richtig anfängt“, warnt Sigrid Woitha von der Verbraucherzentrale Sachsen. Denkbar ist neben dem Missbrauch von Daten auch das Herunterladen von Schadsoftware durch reines Anklicken und Aufrufen der Internetseite, der so genannte Drive-by-Download. Dabei versuchen präparierte Internetseiten, Sicherheitslücken auf der Seite des Nutzers auszunutzen, um den Rechner mit Viren oder Trojanern zu infizieren. Eine stets aktuelle Firewall und Anti-Virensoftware sowie regelmäßige Systemupdates des Betriebssystems können helfen, derartige Bedrohungen nicht Realität werden zu lassen.