Ärmliches Weihnachten für 107.000 sächsische Kinder

In Sachsen müssen nach wie vor viele Kinder in ärmlichen Verhältnissen aufwachsen. Im Juli lebten im Freistaat 98.370 Kinder (unter 15 Jahre) in einer Hartz IV-Bedarfsgemeinschaft. Über jedes fünfte (20,5 Prozent) aller unter 15-jährigen Kinder befindet sich in Sachsen im Leistungsbezug von Hartz IV und damit deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt mit 15,3 Prozent. Dazu kommen noch 8.613 Kinder, deren Eltern den so genannten Kinderzuschlag beziehen. Damit leben im Freistaat 106.983 Kinder in ärmlichen Verhältnissen im staatlichen Sozialleistungsbezug. Vor diesem Hintergrund fordert DGB-Regionsvorsitzende Sabine Zimmermann eine deutliche Anhebung des Leistungsniveaus. Gerade in der Weihnachtszeit bekämen vor allem Kinder zu spüren, was es bedeutet, arm zu sein. Insbesondere durch einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro die Stunde müsse dem sich ausbreitenden Niedriglohnsektor endlich ein Riegel nach unten vorgeschoben werden.