Warnstreik im öffentlichen Dienst

Nachdem die Tarifverhandlungen am 1. März ergebnislos unterbrochen wurden, hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am Mittwoch auch in Sachsen zum Warnstreik aufrufen. In Westsachsen ging der Aufruf unter anderem an die 18 Zwickauer Kindertagesstätten, die Stadtverwaltung Zwickau, das Landratsamt und an die Sparkasse. Die zentrale Kundgebung für Zwickau findet morgen Vormittag am Gewerkschaftshaus statt. Die Gewerkschaft war in die erste Verhandlungsrunde mit einer Forderung nach 6,5 Prozent mehr Gehalt für die deutschlandweit rund zwei Millionen Beschäftigten gegangen. Das hatte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich als Verhandlungsführer des Bundes als unrealistisch zurückgewiesen. Er verlangte zugleich von ver.di eine neue Forderung, die sich an Inflation und Produktivität orientiere. Arbeitsmarktexperte Karl Brenke hält eine Lohnerhöhung im öffentlichen Dienst dagegen für gerechtfertigt. Die Mittel dazu sollten aus Steuererhöhungen kommen.