Generalbundesanwalt sieht Kronzeugenregelung skeptisch

Generalbundesanwalt Harald Range will offenbar keinen Deal mit der inhaftierten Rechtsterroristin Beate Zschäpe schließen. Bei einem Fall mit zehn Morden müsse man „sehr genau prüfen, inwieweit ein Strafnachlass hier überhaupt möglich sein könnte“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ mit Blick auf die Kronzeugenregelung. Range sei nicht prinzipiell gegen Absprachen in Strafverfahren. Diese sollten aber in geordneten Bahnen ablaufen, die Strafe müsse angemessen bleiben. Man arbeite jetzt die Beweise auf. Danach könnten die Beschuldigten entscheiden. Für eine Lebensbeichte sei man immer offen. Range nimmt an, dass die rechtsextremistische Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ mehr Unterstützer hatte, als bislang angenommen. Neben den drei bereits in Untersuchungshaft sitzenden mutmaßlichen Komplizen habe man „zehn weitere mögliche Unterstützer im Blick“.