Jeder fünft Sachse lebt an der Armutsgrenze

Fast jeder fünfte Sachse musste im Jahre 2010 mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland auskommen. Nach Angaben der Landesstatistiker entsprach die Armutsgefährdungsquote im Freistaat damit dem Durchschnittswert aller neuen Bundesländer (einschließlich Berlin). In den alten Bundesländern waren rund 13 Prozent armutsgefährdet, bundesweit lag die Quote bei knapp 15 Prozent. Die Armutsgefährdung ist damit gegenüber 2005 weitgehend unverändert, lediglich für die neuen Bundesländer sank sie um einen Prozentpunkt (2005: 20 Prozent).

Bezogen auf die Einkommensverteilung galten im letzten Jahr Einpersonenhaushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen von weniger als 726 Euro als armutsgefährdet (im Bundesvergleich: 826 Euro). 2005 lag die Schwelle noch bei 653 Euro (Deutschland: 736 Euro.) Haushalte mit zwei Erwachsenen und zwei minderjährigen Kindern galten im sächsischen Vergleich als armutsgefährdet, wenn ihr Nettoeinkommen unterhalb von 1.524 Euro lag (2005: 1.371 Euro), bundesweit betrug die Armutsgefährdungsschwelle dieses Haushaltstyps 1.735 Euro (2005: 1.545 Euro).