Reichenbach von WHZ-Vorstoß „kalt erwischt“

Enttäuscht und fassungslos hat die Stadt Reichenbach auf die Ankündigung der Westsächsischen Hochschule reagiert, die Studiengänge Textil- und Ledertechnik sowie Architektur in Zwickau forführen zu wollen. Man sei von dem Vorstoß regelrecht kalt erwischt worden, so Stadtsprecherin Heike Keßler. Zumal sich WHZ-Rektor Krautheim derzeit im Urlaub befände und genauen Zahlen über die Kosten der Sanierung des Hochschulstandortes und der Umzugskosten überhaupt noch nicht fest stehen würden.

Die von der Landesregierung angestrebte Verlagerung des Studiengangs Textil- und Ledertechnik an den Hauptstandort Zwickau biete nach Ansicht der WHZ die Chance einer inhaltlichen Modernisierung und noch stärkeren Nutzung der Potentiale der Hochschule, um auch zukünftig eine innovative, wettbewerbsfähige Ausbildung im Textilbereich anzubieten. Eine Verlagerung des Studienganges Architektur nach Leipzig würde dagegen die ohnehin bereits angespannte Raumsituation in der Messestadt weiter verschärfen. Das in Reichenbach entwickelte und von der Fachwelt anerkannte „Studio-Modell“ könne nicht fortgeführt werden und auch bei der Einordnung der Professuren würden sich in den nächsten Jahren keine Vorteile ergeben. Auch deshalb plädiert die WHZ-Führung für einen Umzug nach Zwickau.