Bisher noch immer keine Spur zur Mutter des getöteten Säuglings

Zwickau/Schwarzenberg – Im Falle des getöteten Säuglings hat die Auswertung der Speichelproben bislang nicht zur Mutter des Kindes geführt. Knapp 80 Prozent des gesammelten DNA-Materials sind bisher bereits untersucht worden. Zu etwa 400 Proben steht das Ergebnis noch aus.
Fast fünf Monate lang haben zeitweise knapp zwei Dutzend Beamte von Schwarzenberg aus an der Lösung der Täterfrage gearbeitet. Nachdem nun der überwiegende Teil der Vorortuntersuchungen abgeschlossen ist, werden die Ermittlungen ab kommende Woche wieder von Zwickau aus koordiniert. Unterdessen beginnen noch im Sommer die Dreharbeiten für die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ in der der Fall voraussichtlich im letzten Quartal 2011 zum Thema werden wird.
Anhand einer vorhandenen Phantomzeichnung wird das Geschehen vom Januar dann noch einmal nachinszeniert werden. Für die Ermittler steht der persönliche Bezug, den die Mutter zu Schwarzenberg gehabt haben muss, fest. Sie gehen allerdings davon aus, dass die Frau inzwischen an einem anderen Ort lebt. Aus diesem Grund wurden auch Frauen in die Überprüfungen einbezogen, die die Stadt im Erzgebirge bereits vor Jahren verlassen haben.