DGB plädiert auch am 1. Mai für gesetzlichen Mindestlohn

Der DGB hat den diesjährigen 1. Mai unter das Zeichen des weiteren Kampfes um die Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohnes von 8,50 EUR gestellt. Darüber hinaus wird die gleiche Bezahlung von Leiharbeiten und Stammbeschäftigten in den Entleihbetrieben gefordert. Der geplante Mindestlohn von 6,89 Euro pro Stunde im Osten und 7,79 Euro im Westen würde das Lohndumping nur zementieren und der Branche lediglich eine weiße Weste verschaffen. Durch die ab 1. Mai geltende Arbeitnehmerfreizügigkeit sei zu befürchten, dass osteuropäische Arbeitnehmer aufgrund des starken Lohngefälles zu Dumpinglöhnen beschäftigt und dazu missbraucht werden, bei den Löhnen einen weiteren Wettbewerb nach unten in Gang zu setzen.

Hauptredner zur Mai-Kundgebung auf dem Zwickauer Hauptmarkt sind am Sonntag ab 10 Uhr Frank Bsirske, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft ver.di und Thomas Knabel, 2. Bevollmächtigter der IG Metall. Um 11 Uhr beginnt ein Familienfest mit buntem Programm.