DGB: Niedriglohn reißt Löcher in den Kreishaushalt

niedriglohn_grNach Ansicht des DGB reißt der Niedriglohnsektor große Löcher in den Haushalt des Landkreises und treibt die kommunalen Soziallasten in die Höhe. Allein im vergangenen Jahr habe der Kreis Zwickau mindestens 7,5 Millionen Euro für Wohnkosten der erwerbstätigen Armen, die trotz eines sozialversicherten Jobs auf Hartz IV angewiesen sind, aufwenden müssen. Im Schnitt muss der Kreis gut 628.000 Euro pro Monat allein für die Unterkunftskosten für Erwerbstätige ausgeben, die von einem sozialversicherten Job nicht leben können und deshalb zusätzlich auf Hartz IV angewiesen sind.

Nach DGB-Informationen verdienten zuletzt 5.294 Personen bzw. 4,5 Prozent aller sozialversichert Beschäftigten im Landkreis so wenig, dass sie ergänzend Hartz IV beantragen mussten. Die tatsächliche Zahl der erwerbstätigen Armen ist laut DGB-Regionsvorsitzender Sabine Zimmermann noch größer, da viele aus Scham oder Unwissenheit auf die ihnen zustehenden Sozialleistungen verzichten würden. Die gewerkschaftliche Forderung nach gesetzlichen Mindestlöhnen nütze auch den Städten und Gemeinden und würde die kommunalen Kassen entlasten.