Welche Heißgetränke nachhaltig wärmen

zitronenteeVielerorts öffnen die Weihnachtmärkte ihre Pforten und wenn eines bei einem Bummel über den Markt nicht fehlen darf, ist es das Heißgetränk. „Glühwein, Grog und Jagertee sind in der kalten Jahreszeit beliebte Getränke, und nicht nur auf Weihnachtsmärkten sind an jeder Ecke Verkaufsstände zu finden“, sagt Jens Luther von der Verbraucherzentrale Sachsen. Schließlich ist es kalt und so ein Heißgetränk wärmt ja auch. „Leider wie ein Strohfeuer“, meint Luther und ergänzt, „nach dem Verzehr alkoholischer Getränke entstehen schnell Lücken in der Energieversorgung, welche ein schnelleres Frieren verursachen.“ Denn Alkohol erweitert zunächst die Blutgefäße und führt über eine intensivere Durchblutung zu einem besseren Wärmeaustausch. Gleichzeitig wird der Alkohol über die Leber abgebaut und eine indirekte Folge ist ein Absinken des Blutzuckerspiegels. Die Muskulatur wird dann nicht mehr ausreichend mit Energie versorgt und somit sinkt die Körpertemperatur. Wer nun denkt, er süßt Glühwein, Grog oder Jagertee mit Zucker, um dem Prozess entgegenzuwirken, der irrt. Hierzu noch einmal der Experte: „Das dadurch ausgeschüttete Insulin entfernt nicht mehr als die zugeführte Portion Zucker aus dem Blut, was ein schnelleres Frieren nur noch unterstützt“.

Wenn die Kälte über die Zehen und Finger in den Körper steigt, empfiehlt es sich, gegen die Kälte eine heiße Zitrone, einen heißen Tee oder alkoholfreien Punsch zu trinken und dazu Vollkornkekse, Schmalzkuchen und ein Stück Stollen zu essen. Der so zugeführte Zucker gelangt aufgrund hoher Ballaststoffanteile und Fettgehalte langsamer ins Blut und sorgt so für einen länger anhaltenden Energie- und Wärmefluss.