ZEV stellt Kraftwerksinvestor vor

Heizwerk_Bauvorhaben_ZEV_Planitz_Heizkraftwerk Süd  KopieIn den Räumen der Zwickauer Energieversorgung hat sich heute der Investor für das geplante Heizkraftwerk an der Reinsdorfer Straße vorgestellt. Die Prolignis Energie Consulting GmbH aus Ingolstadt hatte im September den Zuschlag erhalten. Deren Geschäftsführer informierte heute über den Stand des Projektes.

Das Heizkraftwerk soll für alle Beteiligten, also Zwickauer Energieversorgung, Investor Prolignis und auch die Bevölkerung viele Vorteile bringen, denn hier sollen nachwachsende Rohstoffe verfeuert werden. Konkret bedeutet das: Holzschnitzel, Baum- und Strauchschnitt, sowie Grünschnitt, der bei kommunalen Pflegearbeiten anfällt. Eine aufwändige Trocknung ist übrigens nicht notwendig.

Die geplante Anlage arbeitet CO2-neutral. Das bedeutet, durch den Verfeuerungsprozess wird nur so viel Kohlendioxid in die Atmosphäre abgegeben, wie die Bäume und Sträucher, die verbrannt werden, in ihrem Leben aufgenommen haben.

Damit die Anlage auch wirklich rund um die Uhr laufen kann, ist eine ständige Belieferung mit den Biomasse-Brennstoffen nötig. Das sind im konkreten Fall 12 LKW pro Tag. An Wochenenden wird es keine Lieferungen geben. Behinderungen durch die Brummis soll es aber nicht geben.

Bei der Verbrennung von Holz entsteht natürlich auch Asche, die entsorgt werden muss. Hier ist es klar von Vorteil, dass Holz verfeuert wird – und nicht Kohle. Kohlenasche wäre alles andere als umweltfreundlich. Doch Holzasche ist ein recht wertvolles Produkt.

Das neue Heizkraftwerk produziert sowohl Strom als auch Dampf für die Wärmeversorgung. Die Anlage lässt sich flexibel auf die Erfordernisse einstellen, damit sie immer im wirtschaftlichen Bereich arbeitet. Baubeginn ist im kommenden April. Die Inbetriebnahme des Heizkraftwerkes ist für Juni 2012 geplant.