Elektrifizierung der Göltzschtalbrücke: Staatssekretär enthüllt Bautafel

göltzschtalbrückeAm 10. Juli hat die Deutsche Bahn mit der Elektrifizierung der Sachsen-Franken-Magistrale zwischen Reichenbach und Hof begonnen. Auf dem 73 Kilometer langen Streckenabschnitt werden ingesamt rund 3000 Oberleitungsmasten gesetzt und 170 Kilometer Gleis mit Oberleitung überspannt. Auch die weltberühmte Göltzschtalbrücke wird in den nächsten Monaten mit Oberleitungsanlagen ausgestattet. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits auf Hochtouren. Der Baustart wird morgen im Rahmen der feierlichen Enthüllung der Bautafel vollzogen. Dazu haben sich u.a. der Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Jan Mücke, Sachsens Verkehrsminister Sven Morlock und der Landrat des Vogtlandkreises Tassilo Lenk angesagt.

Rund 16 Monate lang dauern die jetzt beginnenden Elektrifizierungsarbeiten im ersten Projektabschnitt, in dem sich auch das Göltzschtalviadukt befindet. Die Herausforderung dabei: Alle Arbeiten finden bei laufendem Betrieb statt. Damit ist der Verkehr über die Göltzschtalbrücke, also auch während der Bauarbeiten, eingleisig möglich. Das bedeutet, dass die Arbeiten zunächst an der östlichen Seite realisiert werden und danach die Gleise „umgeschwenkt“ werden, um anschließend Baufreiheit für die Westseite zu haben.

Die weltbekannte Ziegelbrücke erhält im Zuge der Bauarbeiten auf der Oberseite ein komplett neues Tragwerk aus Stahlbeton mit einer neuen Fahrbahnwanne, wo sich die Fundamente für die insgesamt 22 neuen Oberleitungsmasten befinden. Aus diesem Grund müssen zunächst die Gleise vollständig zurück gebaut werden. Im Anschluss werden die Fahrbahnwanne erneuert und die neuen Gleise und Oberleitungsmasten errichtet.

Bereits seit dem Frühjahr laufen die bauvorbereitenden Arbeiten für diesen ersten Projektabschnitt, wie beispielsweise die Einrüstung der Göltzschtalbrücke, die Vorbereitung von Baustelle und Baufeld sowie die Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik, die für den eingleisigen Verkehr im Streckenabschnitt Reichenbach-Herlasgrün erforderlich sind.