Schulversuch mit positiven Ergebnissen

BerufsvorbereitungDer erste Jahrgang des Schulversuchs „Gestrecktes Berufsvorbereitungsjahr“ ist nach zwei Jahren praxisorientierter Ausbildung beendet. Das Projekt ist ein Angebot für Schulabgänger ohne Schulabschluss, die das normale Berufsvorbereitungsjahr in einem Jahr nicht schaffen würden. Insgesamt haben in diesem Jahr 48 Prozent der Schüler (79 von 166) ihren Abschluss, der einem Hauptschulabschluss gleich gestellt ist, erreicht. Derzeit wird der Schulversuch an zehn Beruflichen Schulzentren in Sachsen durchgeführt, u.a. auch in Glauchau, in Limbach-Oberfrohna und Wilkau-Haßlau.

Der Schulversuch startete im letzten Schuljahr 2008/2009 und ist zunächst auf vier Jahre begrenzt. Die Lerninhalte werden innerhalb von zwei Jahren nach den Lehrplänen des normalen Berufsvorbereitungsjahrs in zwei Berufsbereichen, z. B. Metall- und Holztechnik, vermittelt. Zusätzlich werden umfangreiche Praktika in verschiedenen Unternehmen durchgeführt. Im zweiten Jahr arbeiten die Jugendlichen bis zu drei Tage in der Woche in einem Betrieb.

Auch während der Schulferien werden die Schüler nicht allein gelassen, sondern kontinuierlich sozialpädagogisch weiter begleitet. Eine Nachbereitung des abgeschlossenen Schuljahres und die gemeinsame Vorbereitung auf das neue schaffen die besten Voraussetzungen für einen positiven Verlauf. Nach zwei Jahren erfolgreicher Teilnahme wird den Schülern der Hauptschulabschluss zuerkannt. Neben dem Einstieg in eine Ausbildung ermöglicht dieser Abschluss auch eine weitere Qualifizierung zum Realschulabschluss.