„Was drauf steht, muss drin sein“

Konserven-im-supermarkt-rrSachsens Verbraucherministerin Christine Clauß stellte heute den Jahresbericht des Landesamtes für Mess- und Eichwesen 2009 vor. In 767 Betrieben gab es im abgelaufenen Jahr 1070 Prüfungen. Dabei wurden 40.883 Einzelpackungen auf Herz und Nieren, vor allem aber auf das Gewicht ihres Innenlebens geprüft. Spitzenreiter bei den Problemfällen waren Gemüse-, Sauer- und Pilzkonserven. Von 96 geprüften Konserven mussten 34 beanstandet werden, weil die Abtropfgewichte nicht eingehalten waren. Angesichts von 35 Prozent Verstoß gegen die absolute Toleranzgrenze kündigte die Verbraucherministerin verstärke Prüfungen dieser Konservensorten an.

Auch Fertigpackungen von „Nichtlebensmitteln“ werden vom Landesamt für Mess- und Eichwesen kontrolliert. Hier fielen bei 4680 Prüfungen von Torf und Blumenerde bis zu Lack und Putzmittel nur die Futtermittel für Heimtiere, Vögel und Zierfische aus dem Rahmen. Jede zehnte Prüfung ergab, dass die angegebene Füllmenge unterschritten war.

In der Konsequenz wurden alleine bei den Fertigpackungen 29 Verwarngeldverfahren und 45 Bußgeldverfahren eingeleitet. Insgesamt hat das Landesamt im vergangenen Jahr in 321 Verfahren mehr als 62.000 Euro Bußgelder verhängt.