GMD Sandmann verabschiedet sich mit Bruckner

schumann_2008_abschlussZwickau – Die Sinfonie Nr. 8 c-Moll von Anton Bruckner erklingt am Donnerstag, dem 13. Mai, im 7. Sinfoniekonzert des Theaters Plauen-Zwickau. Richard Wagner bezeichnete Bruckner als den „bedeutendsten Sinfoniker nach Beethoven“, Johannes Brahms meinte, bei Bruckner handle „es sich gar nicht um die Werke, sondern um einen Schwindel, der in ein bis zwei Jahren tot und vergessen sein wird“. Mit dieser Ansicht hatte Brahms, der lange Zeit als Antipode zu Bruckner betrachtet wurde, Unrecht. Wie bei Bruckners erster, dritter und vierter Sinfonie liegen auch bei der achten unterschiedliche Fassungen vor. Der Dirigent Hermann Levi hatte nämlich das Werk in der vorliegenden Form abgelehnt und damit den Komponisten in eine tiefe Krise gestürzt. Nichtsdestoweniger erarbeitete Bruckner in mühevollem Ringen eine zweite Fassung, die von der Urversion nicht einfach nur in zahlreichen Details der Instrumentation, der Dynamik und der formalen Entwicklung, sondern in der grundsätzlichen Struktur abweicht. Beide Versionen haben ihre Vorzüge: die erste die der Ursprünglichkeit und Spontaneität, die zweite möglicherweise den der größeren Publikumsnähe. Das Theater Plauen-Zwickau spielt die zweite Fassung, die 1889 entstand. Mit diesem Konzert verabschiedet sich Georg Christoph Sandmann, der als GMD in Plauen und Zwickau sieben Jahre das Philharmonische Orchester geleitet hat, offiziell von seinem Publikum. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr im Konzert- und Ballhaus Neue Welt. Wie gewohnt gibt es eine halbe Stunde vor Konzertbeginn eine kurze Einführung.