Kunst und Kohle in den Kunstsammlungen

kunstIn den Zwickauer Kunstsammlungen startet ab dem 16. Mai die Ausstellung „Kunst und Kohle – Das Zwickauer Steinkohlenrevier im Spiegel der Kunst“. Die Exposition wird pünktlich zum internationalen Museumstag um 15:00 Uhr mit der Instrumentalgruppe des Steinkohlenbergbauvereins Zwickau e.V. eröffnet. Vor 170 Jahren wurde der Erzgebirgische Steinkohlen Aktienverein (ESTAV) gegründet. Wenn auch die rauchenden Schlote und Fabrikanlagen mit den Fördertürmen verschwunden sind, so ist noch heute die Stadt Zwickau und ihre Umgebung in Landschaft, Natur und Kultur vom Bergbau geprägt. Die radikalen Veränderungen in der Natur sowie das harte Leben der Bergleute unter Tage gehörten zum Themenkreis vieler Künstler wie Max Pechstein, Fritz Bleyl, Martha Schrag, Albert Schwarz oder Karl Heinz Jakob. Nach 1945 stand unter den Prämissen des sozialistischen Aufbaus die Gestaltung eines „neuen Menschen“ im Zentrum einer realistischen Kunst. Der Bergmann wurde geradezu zum Sinnbild der sozialistischen Darstellung eines optimistischen, strahlenden und stolzen „Helden der Arbeit“ – getreu dem Motto: »Ich bin Bergmann, wer ist mehr«. Mehr als 100 Gemälde, Zeichnungen und Graphiken des späten 19. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts thematisieren das Zwickauer Steinkohlenrevier. Damit wird nicht nur die Bedeutung und Faszination des Bergbaus aus Sicht der Künstler dokumentiert, sondern auch an die Zwickauer Industrieperiode von ihren Anfängen im 19. Jahrhundert bis zur letzten verfahrenen Grubenschicht am 29. September 1978 und dem letzten Koksstoß am 18. März 1992 verwiesen.  Die gemeinsam mit dem Steinkohlenbergbau Verein Zwickau e.V. erarbeitete Ausstellung wird erstmalig derart umfangreich bildkünstlerische Zeugnisse zusammenfassen.