100.000 € Förderung für Mediziner zur Praxisübernahme in Sachsen

sachsenKrankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung haben eine Vereinbarung geschlossen, wonach niederlassungswilligen Ärzten bis zu 100.000 € Zuschuss für die Übernahme einer Praxis in unterversorgten Gebieten gezahlt werden. Auch die Eröffnung einer Zweitpraxis bereits niedergelassener Ärzte kann gefördert werden. Sachsens Gesundheitsministerin Christine Clauß begrüßt diese Vereinbarung, da in Sachsen vielfach Ärzte fehlen. Zum Jahreswechsel war die Rechtsgrundlage im Bundesrecht für die bislang schon praktizierten Fördermaßnahmen entfallen. Es spreche für das hohe Verantwortungsbewusstsein der Sicherstellungspartner, Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigung Sachsen, dass sie sich auch ohne rechtliche Verpflichtung dem Problem der gleichmäßigen medizinischen Grundversorgung mit dem Abschluss einer freiwilligen Vereinbarung stellen, so Christina Clauß. Sachsen ist das einzige Bundesland, in dem die bisherigen sogenannten Sicherstellungsmaßnahmen auf vertraglichem Wege fortgeführt werden. „Diese Anreizmaßnahmen waren bisher erfolgreich und ich gehe davon aus, dass sich Kontinuität unseres gemeinsamen Wirkens auch weiterhin bezahlt machen wird“, so die Gesundheitsministerin.