Kleiner Schumann Wettbewerb 2010: Hohe Teilnehmerzahl und Qualität

Schumanns Unterschrift. Quelle: WikipediaMit einer hervorragenden Beteiligung und einem hohen Niveau der Vorträge wurde am Wochenende die 21. Auflage dem Anspruch und dem Ruf gerecht, ein Wettbewerb junger Pianisten zu Ehren Robert Schumanns zu sein. Dem Urteil der Jury stellten sich von Freitag bis Sonntag in drei Altersgruppen insgesamt 51 Kinder und Jugendliche aus Deutschland – das entspricht dem Teilnehmerrekord vom Jahr 2000.

Mit einem ausgezeichneten Beitrag gewann Elisabeth Schnabel aus Plauen den Wettbewerb in der Gruppe III, 15 bis 19 Jahre. Zugleich erreichte die 17-Jährige die höchste Punktzahl aller Teilnehmer und erhielt deshalb den Sonderpreis der Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau. In der Gruppe I ging der 1. Preis an Yuna Nakagawa aus Meerbusch bei Düsseldorf, in der Gruppe II an Dominic Chamot aus Bergisch Gladbach. „Alle Teilnehmer haben zum Gelingen und zum Gesamtbild des Wettbewerbs beigetragen. Sie haben interessante Aspekte herausgearbeitet, ihre individuelle Sicht auf die Werke vermittelt“, würdigte der Juryvorsitzende Prof. Gunnar Nauck am Sonntag im Robert-Schumann-Haus Zwickau die Leistungen der jungen Pianisten, bevor er die Ergebnisse der Altersgruppe III bekannt gab. Wettbewerbsleiter Thomas Richter, Robert Schumann Konservatorium, zeigte sich zum Abschluss sehr zufrieden mit der Konkurrenz: „Es war beachtlich, welche Stücke ausgewählt und wie sie interpretiert wurden. Einige Vorträge waren faszinierend.“

Glücklich über ihren Sieg war Elisabeth Schnabel. Die 17-jährige Pianistin hatte bei früheren Wettbewerben in Zwickau jeweils den 2. Platz erreicht. Nach ihrem Vortrag bei dieser Auflage hatte sie ein gutes Gefühl: „Ich habe mein Bestes gegeben und so gut gespielt wie ich es kann.“ Die Vorbereitung, die Beschäftigung mit Schumann hat sie nicht als Opfer, als Belastung empfunden: „Ich spiele sehr, sehr gern Schumann und andere Romantiker – wegen der Emotionen.“

Preisträger:

Altersgruppe I (bis 10 Jahre):

1. Preis: Yuna Nakagawa (Meerbusch)

2. Preis: Jens Scheuerbrandt (Breitnau)

3. Preis: Charlotte Steppes (Markkleeberg)

Altergruppe II (11 bis 14 Jahre):

1. Preis: Dominic Chamot (Bergisch Gladbach)

2. Preis: Robert Billy (Halle) und Maria von Knebel (Steinbach/Taunus)

Förderpreis: Seraphin Maurice Lutz (Stegaurach)

Förderpreis: Wassili Andreas Zampouridis (Roth)

Altersgruppe III (15 bis 19 Jahre):

1. Preis: Elisabeth Schnabel (Plauen)

2. Preis: Karin Chen (Ostfildern)

3. Preis: Sebastian Berakdar (Halle)

Förderpreis: Sungmin Eu (Bochum)

Sonderpreis der Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau für die höchste Wertung: Elisabeth Schnabel (Plauen)

Sonderpreis von Zwickauer Komponisten für die beste Interpretation einer Komposition des 20./21. Jahrhunderts: Seraphin Maurice Lutz (Stegaurach)

Der Kleine Schumann Wettbewerb wird jedes zweite Jahr ausgelobt. Der 1. Preis ist mit 400, 600 bzw. 800 Euro datiert, der 2. Preis mit 300, 400 bzw. 600 Euro und der 3. Preis mit 200, 300 bzw. 400 Euro (gestaffelt nach Altersgruppen).