Gedenksteine lassen Schicksale lebendig werden

gedenksteineNeun Gedenksteine, eingelassen in Fußwege der Glauchauer Innenstadt, erinnern bereits vor dem ehemaligen Wohnhaus an die jüdische Familie Jäger.  An der Aktion zur Aufarbeitung der Ermordung Glauchauer Bürger im Nationalsozialismus, initiiert durch die Arbeitsgemeinschaft Stadtgeschichte Glauchau, engagiert sich auch das Volkswagen Bildungsinstitut.  Gemeinsam mit Ausbildern des Instituts fertigten 7 Auszubildende des 1. bzw. 2. Ausbildungsjahres die ersten Stolpersteine aus Messing nach Arbeitsvorlage im April 2009 an.  Weitere 11 Gedenksteine wurden durch die Auszubildenden fertig gestellt und Anfang April Vertretern der Arbeitsgemeinschaft feierlich übergeben. „Diese Aufgabe wurde bewusst dem 1. Ausbildungsjahr übertragen, um die Jugendlichen von Beginn an für das Thema „Gegen Rechts – Aktionen für Toleranz und Demokratie“ zu sensibilisieren.“, so die Aussage von Thomas Meinhold, Leiter Berufsausbildung des Instituts.  Neben den Fräs- und Schleifarbeiten programmierten die Auszubildenden die CNC-Maschinen für die Gravuren der Namen und Lebenszeiten der Opfer.  In Gesprächs- und Diskussionsrunden setzten sich die Auszubildenden und Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Stadtgeschichte Glauchau mit den tragischen Schicksalen der Opfer auseinander.  Persönliche Dokumente und erhaltenes Fotomaterial einiger Opfer dokumentierten die Leidenswege und hinterließen starke Emotionen bei allen Teilnehmern. Unter den Opfern befanden sich auch Zwillingskinder im Alter von gerade mal 5 Jahren.  Doch damit ist die gemeinsame Arbeit nicht beendet. Weitere Aktivitäten zur Unterstützung gegen Rechts werden mit der Arbeitsgemeinschaft folgen.