Kleine Blutsauger wieder aktiv

Zecke - Quelle: Wikipedia.org

Zecke - Quelle: Wikipedia.org

Die sächsische Gesundheitsministerin Christine Clauß hat aus aktuellem Anlass vor Zeckenbissen gewarnt. Mit den steigenden Temperaturen werden die kleinen Blutsauger, die nach dem strengen Winter regelrecht ausgehungert sind, wieder aktiv. Beste Bedingungen finden sie bei Temperaturen ab 10 Grad und einer Luftfeuchtigkeit ab 80 Prozent. Die kleinen Biester sind jedoch nicht nur in Wald und Flur eine Gefahr für Sportler, Spaziergänger und Kinder. Unterschätzt wird oft der heimische Garten. Auch hier fühlen sich Zecken wohl. Gefährlich sind Zecken, weil sie bei ihrem Biss Krankheitserreger übertragen können, die von Fall zu Fall zu schweren Erkrankungen und bleibenden Schäden führen. Guten Schutz bieten Impfungen und umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen. So empfiehlt das sächsische Gesundheitsministerium das Tragen langer Hosen mit Bündchen, die in die Schuhe gesteckt werden können, festes Schuhwerk und helle Kleidung. Helle Kleidung deshalb, weil es so möglich ist, Zecken, die sich in Hemd oder Hose verfangen haben zu erkennen und zu vernichten, bevor sie doch noch zubeißen. Gerade bei Kindern sollten Eltern und Betreuer genau hinschauen. Die Insekten verbeißen sich insbesondere gerne in Regionen mit dünner Haut in feucht-warmen Körperregionen – so z. B. im Bereich der Leisten und der Armbeugen bzw. den Kniekehlen. Falls die Zecke bereits zugebissen hat – keine Panik! Mit einer feinen Pinzette sollte das Tier an den Mundwerkzeugen, dicht über der menschlichen Haut, erfasst und herausgezogen werden. Der Zeckenleib darf dabei nicht gequetscht werden. Auf keinen Fall sollten Fett, Öl oder Klebstoff eingesetzt werden. Diese Mittel verhindern bei der Zecke die Atmung und erhöhen das Risiko, dass die Zecke im Kampf ums Überleben Krankheitserreger in die Stichverletzung einbringt. Sollten Sie sich unsicher sein, empfiehlt sich der Arztbesuch.